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Die Ferien stehen vor der Tür und von Winter keine Spur. Auch wenn in den letzten Tagen das Thermometer Minusgrade angezeigt hat, so herrscht jetzt – ungewöhnlich spät - der erste Frost in diesem Winter. Landwirte, Förster und Schulkinder haben einen gemeinsamen Herzenswunsch. Sie wollen Schnee. Allerdings aus ganz unterschiedlichen Gründen. Die einen fürchten ums Getreide, die anderen wollen Spaß.
Wenn der Boden jetzt durchfriert, können die Pflanzen kein Wasser ziehen und kommen nicht an die nötigen Nährstoffe. „Wenn Frost“, fordert Uli Starke von der Cottbuser Agrar-Gesellschaft, „dann bitte mit Schnee“. Denn der schützt die Pflanzen und lässt den Boden nicht so tief durchfrieren. Im Garten zeigen sich bereits die ersten Frühjahrsblüher: Schneeglöckchen, Krokusse oder Christrosen präsentieren zaghaft ihre Blüten.
Die Bäume in den Wäldern benehmen sich, als hätte der Frühling bereits begonnen. Sie stehen bereits im Saft, wie der Förster sagt. Das zeigt sich an den immer dicker werdenden Knospen an Birke, Rotbuche oder Holunder. Nur die märkische Kiefer, die kommt mit der Wassernot, die die Bäume bei Dauerfrost erleiden, am besten klar. Auch im Wald würde eine Schneedecke die Bäume vor den Folgen von Dauerfrost schützen.
Die Kinder der Astrid-Lindgren-Schule in Cottbus schießen sich auf die Ferien ein, ersatzweise mit Papierschneebällen und mit einem ernst gemeinten Wunsch: Sie wollen Schnee.
Beitrag von Kerstin Alwardt
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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