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Am 5. Februar 2012 jährt sich zum 65. Mal der Todestag von Rudolf Ditzen, besser bekannt als Hans Fallada. Kaum jemand weiß, dass Falladas wohl berühmtester Roman „Kleiner Mann, was nun“ unter schwierigen Bedingungen in Neuenhagen bei Berlin entstand.
Falladas Verlag machte Pleite, der Schriftsteller wurde arbeitslos. Die Geburt des Sohnes verschärfte seine materielle Lage. In dieser ausweglosen Situation schrieb Fallada innerhalb von nur sechzehn Wochen seinen Roman. Das Buch wurde ein großer Erfolg und ermöglichte der Familie den Umzug in ein größeres Haus. Die Familie zog nach Berkenbrück bei Fürstenwalde, lebte dort allerdings nur fünf Monate. Aufgrund einer Denunziation wurde Fallada von der SA verhaftet und ins Gefängnis gebracht.
In der Gemeindebibliothek von Neuenhagen werden Fallada-Dokumente gesammelt. Im Juni 2012 soll vor dem Neuenhagener Rathaus, unweit von Falladas früherer Wirkungsstätte, ein Denkmal aufgestellt werden.
Beitrag von Anja Ludewig und Matthias Dautz
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/theodor/archiv/theodor_vom_05_02/fallada_in_neuenhagen.html