Nächste Sendung am 22.05.2012 22:15 Uhr
Zu Gast: Ilse Aigner
Ob EHEC, Dioxin-Ei oder Datenklau im Netz – ihr Name taucht stets im Zusammenhang mit Themen auf, die dazu geeignet sind, entweder den Appetit oder die gute Laune verderben. Ihr politischer Auftrag ist anspruchsvoll und oftmals ungedankt: Als Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz muss Ilse Aigner sich für den Verbraucher einsetzen, ohne es sich gleichzeitig mit der Industrie zu verscherzen – ein schwieriger Spagat mit oft gegenläufigen Interessenlagen.
Herausforderungen hat die gebürtige Bayerin bereits in jungen Jahren nicht gescheut: Ihre Eltern führen einen kleinen Elektrobetrieb, und als einzige der drei Schwestern tritt Ilse Aigner in die Fußstapfen ihres Vaters. Obwohl Klassenbeste, bricht sie das Gymnasium ab, absolviert eine Ausbildung zur Radio –und Fernsehtechnikerin und heuert danach bei einem Hubschrauberhersteller an.
Parallel zum Beruf bricht Ilse Aigner auch politisch in eine Männerdomäne ein. Es ist noch immer das Bayern von Franz-Josef-Strauß, als sie mit Anfang Zwanzig erst Mitglied der Jungen Union, wenig später dann der CSU wird. Schon bald sitzt sie im Gemeinderat, mit knapp Dreißig im Landtag, vier Jahre später erhält sie ein Bundestagsmandat und die Fahrkarte nach Berlin. 2008 schlägt ihre große Stunde: Als klar wird, dass der bisherige Amtsinhaber Horst Seehofer als Ministerpräsident zurück nach München wechselt, übernimmt Aigner mit erst 43 Jahren das anspruchsvolle Amt.
Bei THADEUSZ berichtet Ilse Aigner von ihrer Überlebensstrategie in bayerischen Bierzelten, verrät, warum altes Brot die beste Zutat für einen Semmelschmarrn darstellt und berichtet, ob Facebook-Gründer Marc Zuckerberg es toll findet, dass sie ihm statt E-Mails seitenlange Briefe schreibt.