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Wieder neue Wetter-Minus-Rekorde in Berlin und Brandenburg: Die Nacht zum Montag war die kälteste seit 25 Jahren. Während in der Bundeshauptstadt durchschnittlich minus 20 Grad Celsius gemessen wurden, fielen die Temperaturen in der Mark noch tiefer, meldet der Wetterdienst Meteogroup. Ähnliche Werte seien zuletzt 1987 gemessen worden.
Der Brandenburger Rekord lag den Angaben zufolge in Forst bei minus 25 Grad. Potsdam wurde von 20 Minus-Graden "erwischt". Der Berliner Rekord wurde mit 24 Grad unter Null an der Messstation Kaniswall in Köpenick registriert. Auch am Tage kletterten die Thermometer auf maximal minus 10 Grad. Ein Ende des Dauerfrostes ist nicht in Sicht. Allerdings rechnen die Meteorologen ab Mittwoch mit etwas steigenden Temperaturen.
Fernwärme-Ausfall - Tausende Haushalte ohne Heizung
Wegen eines Heizkesselausfalls im Kraftwerk Reuter in Berlin-Spandau blieben am Montag viele Wohnungen im Stadtteil Westend stundenlang kalt. Betroffen waren etwa 10.000 Haushalte sowie die DRK-Kliniken in Westend, wie der Energieversorger Vattenfall mitteilte. Die Störung sei aber nicht auf die extreme Kälte zurückzuführen gewesen. Stattdessen seien an dem Heizkessel in der Nacht Probleme mit der Frischluftzufuhr aufgetreten. Deshalb habe man ein defektes Bauteil austauschen müssen.
Wer genau von dem Zwischenfall betroffen war, konnte der Energieversorger nicht benennen. Komplette Heizungsausfälle habe es nicht gegeben. Auch habe nicht die Gefahr bestanden, dass Leitungen einfrieren. Außer der Störung im Spandauer Kraftwerk habe es in Berlin keine Probleme gegeben.
Eisangler tödlich verunglückt - Feuerwehr warnt vor dünnen Eisdecken
Im Großen Stienitzsee bei Strausberg (Märkisch-Oderland) ist am Wochenende ein 65 Jahre alter Eisangler ums Leben gekommen. Die genauen Todesumstände seien noch unklar, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Der 65-Jährige sei in der Nacht zu Sonntag gegen 0.30 Uhr als vermisst gemeldet worden. Sein Fahrrad sei an einer Bushaltestelle nahe des Sees entdeckt worden. Taucher der Feuerwehr hätten den Mann am Sonntag gegen 13.00 Uhr neben einem etwa drei Mal drei großen Loch unter der Eisdecke gefunden. Angesichts des Todesfalles warnte der Polizeisprecher erneut eindringlich vor dem Betreten von Eisflächen.
Im Mauerpark in Berlin-Mitte starb am Wochenende ein Obdachloser. Er hatte in seinem Bretterverschlag ein Feuer angezündet, die Flammen schlugen auf die Hütte über, der Mann verbrannte. Im Vorgarten eines Zehlendorfer Pflegeheims wurde am Montagmorgen eine 86-jährige Bewohnerin tot aufgefunden.
Schnee und Glatteis lähmen Europa
Schneemassen und Blitzeis machen derzeit ganz Europa zu schaffen. Mehr als 300 Menschen starben bereits in der Kälte, die meisten von ihnen waren Obdachlose. Starker Schneefall löste vor allem in Serbien und Italien ein Verkehrschaos aus. Serbien rief am Sonntag im ganzen Land den Ausnahmezustand aus. Ähnlich betroffen war auch Bosnien. In Rumänien und Bulgarien kam nach dem Schnee der Regen und sorgte für tückisches Glatteis. Zehntausende blieben ohne Strom.
In Deutschland lähmt die Kälte zunehmend den Schiffsverkehr. Auf der Elbe bildete sich so viel Eis, dass der Fluss von Magdeburg bis Hamburg unbefahrbar war, wie die Wasserschutzpolizei mitteilte. Ein festgefrorener Frachter nahe Magdeburg wartete am Montagmorgen auf Hilfe von Eisbrechern. Auch der Elbe-Havel-Kanal und Teile des Main-Donau-Kanals waren dicht.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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