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Nach dem Willen von Berlins Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) müssen auf dem nunmehr fünften Integrationsgipfel der Bundesregierung am Dienstag auch konkrete Entscheidungen getroffen werden.
In der Vergangenheit seien bei diesen Treffen nur selten bestimmte Maßnahmen vereinbart worden, kritisierte Kolat am Sonntag. "Wenn es ernst wird, fehlt regelmäßig die Unterstützung", fügte die SPD-Politikerin hinzu. Dies stehe im Widerspruch zu dem wiederholten Aufruf der Politik an Kommunen und Verbände, die Teilhabe von Zuwanderern in der Gesellschaft zu stärken.
Leicht umsetzbar: Vereinfachte Einbürgerung
Als leicht umzusetzende Integrationsmaßnahme mahnte Kolat die vereinfachte Einbürgerung durch Zulassung der doppelten Staatsbürgerschaft an. Es sei erwiesen, dass Migranten mit einem deutschen Pass sich leichter integrierten. Deshalb müsse Deutschland die sogenannte Optionspflicht aufgeben, nach der sich Zuwanderer zwischen der deutschen und ihrer ursprünglichen Staatsbürgerschaft entscheiden müssen.
Der fünfte Integrationsgipfel der Bundesregierung ist für Dienstag im Bundeskanzleramt geplant. Dabei wollen Bund, Länder, Kommunen und Zivilgesellschaft im Rahmen eines "Nationalen Aktionsplans" verbindliche Ziele für mehr Integration festlegen.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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