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Praktikantin hilft dem neunjährigen Jonas an einer Grundschule; Quelle: dpa

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Wirtschaft kritisiert Berliner Bildungssystem

Das Berliner Bildungssystem bleibt aus Sicht des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) das schlechteste in Deutschland.

Nach der am Dienstag veröffentlichten Studie des IW erreicht allerdings auch Brandenburg mit Rang 13 auch nur einen der hinteren Plätze. Angeführt wird die Liste von Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg.

Fortschritte in Berlin

Allerdings attestieren die Forscher der Hauptstadt Fortschritte, etwa mehr Ganztagsplätze und weniger Schulabbrecher.

Gute Werte erreicht Berlin demnach bei den Betreuungsbedingungen, beim Anteil der Abiturienten sowie bei Promotionen und Habilitationen. Nachholbedarf gibt es laut Studie weiter bei der Integration, der beruflichen Bildung und beim Kampf gegen Bildungsarmut.

Wenig Gutes in Brandenburg

Leeres Klassenzimmer (Bild: dpa)

Klassenzimmer 

Schlecht sieht es laut Untersuchung in Brandenburg bei der Ausgewogenheit der Altersstruktur von Lehrern (Platz 13) und der Anzahl vorzeitig aufgelöster Ausbildungsverträge aus (Platz 15). In puncto berufliche Bildung ist Brandenburg sogar bundesweites Schlusslicht.

Das Angebot betrieblicher Ausbildungsplätze in Relation zur Zahl der Bevölkerung ist der Studie zufolge das drittniedrigste der Republik. Hinzu kommt, dass nur 82 Prozent der Berufsanfänger eine duale Ausbildung erfolgreich abschließen; im Bundesdurchschnitt sind es 90 Prozent. Dagegen kann Brandenburg beim Fremdsprachenangebot, der Förder-Infrastruktur sowie der Integration ausländischer Schulbesucher punkten und somit deutlich weiter vorn landen.

Zöllner: Auch strukturelle Gründe ausschlaggebend

Berlins Bildungssenator Zöllner (SPD) hat im Zusammenhang mit dem Ergebnis des neuen Bildungsmonitors darauf hingewiesen, dass das schlechte Abschneiden der Stadt auch strukturelle Gründe hat.

Es gebe einige Punkte, in denen Berlin immer einen hinteren Platz einnehmen werde, sagte Zöllner am Dienstag dem rbb. So werde unter anderem der Anteil der Bildungsausgaben am Gesamthaushalt für die Bewertung als Maßstab genommen.

Aufgrund seiner Struktur werde Berlin in diesem Punkt aber immer schlecht abschneiden. Denn hier seien die Sozialausgaben und die Ausgaben für Zinsen besonders hoch, so Zöllner. Tatsächlich gebe Berlin aber im bundesweiten Ländervergleich am meisten Geld pro Schüler aus.

Stand vom 16.08.2011

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 16.08.2011 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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Schüler und Schriftzug Schule im Wandel (Quelle: dpa/rbb)

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