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Namhafte Berliner Dirigenten und Intendanten haben für Dienstag zu einer Kundgebung an der Philharmonie aufgerufen.
Sie wollen damit gegen den Abbau der Musikstunden an den Berliner Schulen protestieren. Vergangene Woche hatten sie Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) bereits aufgefordert, an den neuen Sekundarschulen jeweils anderthalb Musikstunden pro Woche für alle Klassenstufen zu erhalten.
Zöllner hat die Kritik inzwischen zurückgewiesen. Der rbb-Welle RadioBerlin 88,8 sagte er, die Schulen hätten die Möglichkeit, über Profilstunden Musik in den normalen Unterricht einzubringen. Außerdem gebe es mit den Sekundarschulen ein Ganztagsangebot, das darauf ausgelegt sei, gerade den kreativen Bereich auszubauen, unter anderem in Kooperation mit Musikschulen.
Die Intendantin der Berliner Philharmoniker, Pamela Rosenberg, setzte sich für mehr Musikunterricht an den Berliner Schulen ein.
Im rbb-Inforadio verlangte sie am Dienstag von Zöllner einen Runden Tisch gemeinsam mit dem Verband der Musikerzieher Deutschlands. Rosenberg sagte, Musikunterricht sei für Kinder ebenso wichtig wie etwa die Fächer Deutsch oder Mathematik. Zahlreiche Studien belegten, dass sich Musizieren positiv auf viele Bereiche des Gehirns auswirke. Unter anderem würden dadurch das Sprachzentrum, das soziale Verhalten und die Aufmerksamkeit der Kinder positiv beeinflusst.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/kultur/2010_03/demonstration_fuer.html