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Bilder der Ausstellung (Quelle: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg)

Bis 31. Oktober 2010

Luises Lustgarten: Die Inselwelt der Königin

Natur, Wasser und ein Schloss: Die romantische Pfaueninsel in der Havel gehörte zu den Lieblingsplätzen der Königsfamilie. Im Luisenjahr 2010 wird die Insel nun zu einem ganz besonderen Ausstellungsort. Internationale Gegenwartskünstler setzen sich mit der Person Luises, mit der Historie und Atmosphäre der Havelinsel auseinander.

Rundgang zu 18 Installationen

Installation auf der Pfaueninsel 

Die Pfaueninsel ist Naturschutzgebiet. Sie gehört zum UNESCO-Welterbe der königlichen Gartenlandschaften von Berlin und Potsdam. Die Schau "Die Inselwelt der Königin", die von 1. Mai bis 31. Oktober gezeigt wird, ist eine von drei großen Ausstellungen zum 200. Todestag der Ehefrau von Friedrich Wilhelm III..

Zu den Künstlern, die sich ihr zu Ehren eingebracht haben, gehören Sylvie Bussieres, Christian Engelmann, Joan Fontcuberta, Michael Lukas, Robert Stieve und Martin Weimar. Die Künstler spüren Luises Sehnsüchten nach, nehmen die Atmosphäre des Ortes auf und eröffnen mit ihren Werken einen anderen Blick auf die Geschichte der Insel und des preußischen Königshauses. Durch ausgewählte Themenbereiche werden Fragen zu dem jeweiligen Ort, zur Person der Königin Luise und ihrer Rolle als Frau, Gattin, Mutter, Königin und Heilige gestellt und reflektiert.

Auf einem Inselrundgang können Besucher die insgesamt 18 Installationen entdecken. Teilweise sind diese sehr auffällig, teilweise in die Landschaft integriert. Die Werke schaffen eine Verbindung zwischen der Natur der Insel und dem Leben der Königin. Erstmals sind dabei auch Teile des Parks zugänglich, die bisher nicht öffentlich waren.

Ein Ort preußischer Geschichte

Die Lieblingsblumen der Königin: Hortensien (Quelle: Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg)

Die Lieblingsblumen der Königin verteilt auf der ganzen Insel: Hortensien 

Die Pfaueninsel ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sie ist auch ein Ort preußischer Geschichte, den zahlreiche Besucher aus europäischen Fürstenhäusern betraten. Hier trafen sich beispielsweise auch Luise und ihr Gatte mit dem Freiherrn von Hardenberg. Dieses Treffen gilt als bedeutend für die Fortsetzung der preußischen Reformen.

Künstlerisch könnten für solche Treffen jetzt zum Beispiel die Sitzbänke auf der Insel stehen. In einem leuchtenden BSR-Orange laden unterschiedlich geformte Sitzgelegenheiten zum Ausruhen und zur Kommunikation ein. Wer hier verweilt, kann über das eigene Mobiltelefon Toncollagen abrufen. Moderner kann man Landschaft kaum auf sich wirken lassen. Und während der Blick schweift, werden unter der Regie von Christian Schult Themen wie "Spiele und Feste", "Luise und der Krieg" und "Ferne Welten" zu einem Kino im Kopf.

Kunst und Exotik

Das Schloss auf der Pfaueninsel

Das Schloss auf der Pfaueninsel diente als Residenz Luises und des Königs. Im Vorbeigehen fällt nun der Blick auf große Schachfiguren neben dem Schloss. Schach, das Spiel der Könige, ist eine Mischung aus Macht, Strategie und Spiel. In Anlehnung an "Alice im Wunderland" erfindet Künstlerin Sylvie Bussières eine fiktionale Welt, in der die Begegnung mit der Dame im Zentrum steht. Erst auf den zweiten Blick wirft die Installation Fragen auf – nur Königin, König, Turm, Läufer und Pferd stehen etwas verloren auf Fragmenten eines Felds. Sie stehen für Luise, Friedrich Wilhelm der III., die Gebäude und die Tiere der Insel.

Als Luise 1810 starb, wurde die Insel zum Gedenkort und von Gartenkünstler Peter Josef Lenné in einen Landschaftspark umgewandelt. Eine Vielzahl heimischer und exotischer Tiere bevölkerte die Insel. Für diese und die botanischen Attraktionen entstand bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ein Gemisch an Gebäuden, oft versetzt mit Originalbauteilen aus aller Welt. Das 1880 abgebrannte Palmenhaus galt als einmalige Sehenswürdigkeit im kontinentalen Europa. "Berlins erster Zoo" wurde schon damals regelmäßig dem bürgerlichen Publikum geöffnet.

Bis heute waren es die Pfauen, die der Insel ein exotisches Gepräge gaben und der Gartenkünstler Lenné, der die Inselwelt prägte. Nun sind 18 moderne Installationen hinzugekommen, die die Landschaft zu einem Gesamtkunstwerk formen. Eine künstlerische Welt, die auf der Insel erschaffen wurde und doch natürlich nicht sein könnte – wie geschaffen also als Gedenkort für die preußische Königin Luise.

Stand vom 29.04.2010

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 29.04.2010 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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Sa 10.04.10 19:00

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Carla Kniestedt ist auf den Spuren von Königin Luise von Preußen unterwegs:

Wohin man schaut - Ausstellung im Schloss Charlottenburg +++ Von Frau zu Frau - Schriftstellerin Hanne Bahra über Luise +++ Luises Sommerleben - das Schloss auf der Pfaueninsel +++ Die Königin im Herzen - Besuch in der Königin Luise Stiftung [Heimatjournal]

Nachricht vom 30.04.2010

Installation auf der Pfaueninsel (dpa, 30.04.2010)

Künstler-Installationen

Pfaueninsel feiert für Königin Luise

Ein einmaligen Ausstellungsexperiment auf der Berliner Pfaueninsel: Sechs international renommierte Künstler haben eigens Installationen geschaffen - für die Lieblingsinsel von Königin Luise. [Nachrichten]

Infos im WWW

Miss Preußen 2010

Drei Ausstellungen für die Königin Luise. Das Programm dazu bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. [spsg.de]

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

http://www.rbb-online.de/kultur/dossiers/2010/koenigin_luise0/die_inselwelt_der.html

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